Der Platz im Zentrum Münsters stellte einen schwierigen Raum dar, der vor allem durch das bahnhofsnahe Milieu geprägt ist und von anderen Gruppen, die der Szene nicht angehören, wenig bis gar nicht genutzt wird. Dennoch hat der Bremer Platz als große, zusammenhängende Grünfläche im Zentrum des dichtbebauten Stadtviertels großes Potenzial.
Um einen Platz für Alle zu ermöglichen, müssen viele verschiedene Interessen und Nutzungsanforderungen berücksichtigt werden. Durch die Neubauten entlang der Bremer Straße wurde eine Überarbeitung und Umgestaltung der Parkanlage notwendig. Das Gelände fällt von der Mitte aus zu allen Seiten ab.
Allgemeine Konzeption der Freianlagen: Die Umgestaltung soll den Bremer Platz wieder für jede Gruppe angstfrei nutzbar machen. Grundlage dafür bildet, unter anderem eine gute Beleuchtung und geschickte Raumaufteilung. Für das bahnhofsnahe Milieu, die Szene, wird der Norden als Aufenthaltsbereich mit vielfältigen Sitzmöglichkeiten bereitgestellt. Ausgestattet wird der „Szenebereich“ mit wetterfesten Sonnensegeln als Wetterschutz und Cortenstahl-Lamellen. Die Lamellen dienen, je nach Drehung und Ausrichtung, als Sichtschutz oder Unterstützung von Sichtbeziehungen.
Der mittlerer Bereich der Freianlage bildet als zentrale Platzfläche einen Raum für Kommunikation und kurze Aufenthalte.
Das Fontänenfeld im Westen sorgt für einen attraktiven Anziehungspunkt und wirkt durch Kühlungseffekte der zunehmenden Sommerhitze entgegen.
Der Süden bietet eine Pausen-, Bewegungs- und Spielfläche für die angrenzende Schule. Es entsteht, unter anderem ein „Grünes Klassenzimmer“, welches auch als Bühne genutzt werden kann und mobil erweiterbar ist.