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“Greven an die Ems” so heißt das gemeinsame Projekt, das die Westfälischen Nachrichten und der Verkehrsverein Greven im Rahmen des Projektes “Ideen fördern” in Greven aus der Taufe gehoben haben. Ziel ist es, die öden innerstädtischen Emsauen nutzbar zu machen. Geplant ist die Umgestaltung der Emsauen – eine öde Wildnis wird zu einem erlebbaren Stück Natur. Als Landschaftsplaner stellt Gordon Brandenfels Visionen für diesen sehr eng abgestimmten Bereich im Rahmen der Auftaktveranstaltung von Greven an die Ems im GBS-Ballenlager der Stadt am 22. Februar vor.

1. Vision: Greven erlebt die Ems und ihre Auen – Freizeit, Kultur, Kunst, Aktivität, Erholung sind in den Emsauen zu finden. Identifikation der Grevener mit ihrer Stadt und ihrem Fluss. Attraktivitätssteigerung und Alleinstellungsmerkmal in der Konkurrenz der Städte (Wirtschaft, Tourismus).

2. Einbinden der Emsauen in ein übergeordnetes Konzept. Dies soll durch eine Sommerakademie, die in den Folgejahren weitergeführt wird, geschehen. In jedem Sommer leitet ein renomierter Künstler ein Sommerseminar für Grevener Jugendliche, die unter Anleitung die Gestaltung von Sandsteinstelen erarbeiten und umsetzen.

Die Stelen werden in den Emsauen u. dann auch in einer Linie in die Fußgängerzone und zum Kulturdenkmal / Fabrikloft aufgestellt. So kann sich Greven mittelfristig als “Freiraum-Galerie” ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten. Die Stelen bieten für die Jugendlichen / Kinder einen Identifikationspunkt – und für Radtouristen ein willkommenes Etappenziel. Die Stelen können leicht gesponsort werden, da sie identifizierbar und einmalig sind.

3. Eine der wichtigsten Verbindungen über den Fluss ist die Rad-Fußwegbrücke. Die Brücke wird als zentrales Element erkannt und aufgewertet. Beidseitig wird ein beleuchtetes Holzdeck an die bestehende Struktur angedockt und lädt so ein zum Verweilen. An der Ems gibt es große Terrassen mit Rampen, von denen man in die Aue hinunter gehen kann. Ein Holzdeck dient als Veranstaltungsbühne (Bootsanleger). Thematisch ist hier ein Sommer-Café angeordnet.

4. Die Ems wird am Gleitufer etwas aufgeweitet, die Böschungen insgesamt flacher gezogen, so dass man von dem östlichen Deich das Wasser sichtbar macht. Hier befindet sich ein Sandstrand. Liege- u. Aufenthaltswiesen schließen sich an.

5. Riesenschilf gliedert in Teilbereichen die Aue. Evtl. werden einige Bäume gepflanzt, ohne den offenen Charakter der Auen stark zu verändern.

Landschaftsarchitekt: brandenfels landscape + environment, Münster