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Der Dortmund-Ems-Kanal stellt als bedeutende Wasserachse für Senden eine noch nicht entdeckte Perle dar – wertvoll, glänzend und geheimnisvoll schimmernd. Den Wert des Kanals können die Menschen erst mit einer bewussten Hinführung ans Wasser erleben. Der Wert des Kanals ist aber nicht nur für die Bürger Sendens wichtig, sondern stellt auch eine bedeutende Radwanderstrecke mit einem hohen Potenzial an touristischer Belebung der Sendener Innenstadt dar. Dieser Gedanke wird im Konzept der Kanalperlen konsequent – auch in der Formensprache – umgesetzt.

Wichtigster Punkt in der Neukonzeption ist der Knotenpunkt Bakenstraße / Kanalpromenade: Hier wird eine Aufenthaltsatmosphäre durch einen großen Platz geschaffen. Zum Wasser hin öffnen Stufen den Zugang zum Kanal, ohne in den komplexen Bereich der spundwandbewehrten Böschung einzugreifen. Die in der Mitte des Platzes angelegte Grünfläche geht zum einen mit der ungeklärten Grundstücksfrage um, zum Anderen lenkt die Grünfläche den Radverkehr aus Richtung Münster bzw. aus dem Süden in Richtung Innenstadt, bremst die teilweise hohe Geschwindigkeit der Radtouristen und ermöglicht so eine Wertschöpfung der Sendener Geschäftswelt.

Der Bereich vor den Neubauten an der Bakenstraße und der Zugangspunkt von der Mühlenstraße werden direkte Wegeverbindungen ans Wasser durch ‘Stege’ geschaffen. Die Rasenflächen zwischen den angedeuteten Stegen werden mit einer Metallkante um ca. 30 cm erhöht, so dass keine Hundewiese entsteht und die in der Böschung versetzten Bankelemente als wertige Intarsien inszeniert werden. Die Kanalpromenade wird an wichtigen Zugangspunkten auf kleinere Platzflächen geführt. So ergibt sich neben vielfältigen Zugängen, immer eine Bremsung des Radverkehres und die Möglichkeit, die Radtouristen über Besonderheiten Sendens zu informieren.

Besonderes Highlight ist die Anlage der ‘Perle Naturaussichten’ – hier wird eine Verknüpfung zum großen Naturraum der Feuchtwiesen nördlich des Kanals geschaffen. Besucher und Bürger können die Ruhe abseits der Haupttrasse genießen und sich über die ökologische Umgestaltung unserer Bäche und Flüsse informieren. Eine Wegeverbindung führt durch den Landschaftsraum in den Freizeitbereich des Cabrio-Bades. Ein ebenfalls sehr wichtiger Identifikationspunkt ist die Kapelle am Beginn / Endpunkt der Allee. Der Ost wird durch eine ‘Perle’ aufgewertet und bietet den Besuchern die Möglichkeit in den Schlosspark zu gelangen. Gleichzeitig ist hier der Verteilerpunkt für den Radverkehr, der in der Allee geführt wird. Die Grünfläche im zentralen Platz wird durch hochwertige Betonsitzelemente eingefasst.

Landschaftsarchitekt: brandenfels landscape + environment, Münster
Auslober: Gemeinde Senden
Wettbewerb: 2015